Ambro Louwe: Die Instabilität der Form

In Malerei, Skulptur, Glas, räumlicher Intervention, Pädagogik und körperbezogener Praxis hat Ambro Louwe ein künstlerisches Werk entwickelt, das sich um eine beharrliche Frage dreht: Wie verändert sich Form, wenn sie unter Spannung gerät? Ein Leben, geprägt vom Lernen Ambro Louwes Laufbahn folgt nicht dem vertrauten Weg von der Kunstakademie über das Atelier und die Galerie […]

Kiko Morales: Die Architektur des Durchhaltens

Einleitung Kiko Morales, 1996 als Francisco Morales Muñoz in Doña Mencía, Spanien, geboren, ist ein zeitgenössischer figurativer Künstler, der an der Alonso-Cano-Fakultät für Bildende Künste der Universität Granada ausgebildet wurde. Im Mittelpunkt seiner Praxis steht vor allem die Zeichnung auf Papier, wobei er schwarzen Kugelschreiber, Buntstifte und zurückhaltend eingesetzte Acrylfarbe miteinander verbindet. Bereits früh entwickelte […]

Andreas Schmidt: Die Transformation von Vinyl, Erinnerung und Identität

Ursprünge: Vertreibung und Identität Transformation steht im Mittelpunkt der künstlerischen Praxis von Andreas Schmidt. Er arbeitet hauptsächlich mit ausrangierten Schallplatten und beschäftigt sich dabei mit Erinnerung, Migration, Wahrnehmung, Erneuerung und der Möglichkeit, übersehenen Materialien eine neue Bedeutung zu verleihen. Obwohl sein Werk häufig mit Nachhaltigkeit und technischer Innovation verbunden wird, liegt sein tieferer Ursprung in […]

Yaya Bela Roth: Farbe, Denken und die inneren Landschaften

Farbfelder 221 – Öl auf Leinwand – 140 x 100 – 2024

Die Künstlerin und ihre malerische Sprache Die deutsche Künstlerin Yaya Bela Roth hat eine unverwechselbare Bildsprache entwickelt, die expressive Abstraktion mit einer tiefen Sensibilität für Wahrnehmung, Emotion und inneres Erleben verbindet. In ihrem Atelier im bayerischen Dietramszell versteht sie Malerei als einen intuitiven Prozess. Anstatt von einem festgelegten Bild oder einem vorab bestimmten Konzept auszugehen, […]

Echos eines Imperiums: Kendra Troschel und die Erinnerung an Kyros den Großen

© aller Bilder liegt bei Kendra Troschel. Zivilisationen überleben nicht nur durch Monumente und Texte, sondern auch durch die Geschichten, an die sich spätere Generationen zu erinnern entscheiden. Kaum eine Persönlichkeit verkörpert diesen Prozess tiefgreifender als Kyros der Große, Gründer des Achämenidenreiches und einer der beständigsten Herrscher der Antike. Mehr als fünfundzwanzig Jahrhunderte nach seinem […]

Spekulative Architektur

Ultima der Skalation als Limes-εἴδη analog «minima moralia» der Weltvernunft (عِلْمˁilm)?  proerga micra zu futuristischen (mundanen, Prorso-) Mythologisierungs-Strategien über die condicio noetica (Teil 1) von Andreas Ehlers, Hamburg, Deutschland. Maximalisierung, rein zu Ende geführt, ist nicht furchtwürdig.  Ist nicht unübertroffen die Serenissima Venedig:  ihre jenseits aller Glaubwürdigkeit zur Wirklichkeit gemachte Zuspitzung ihres Gedankens-des-«Stato», Lebensgesetzes — und ist nicht sie in alle Zeit das Modell eines Typs … dessen Begriffwerdung nur sie vollbrachte?  Typus unverlierbarer, […]

Sein und Kunst: Eine moderne aristotelische Sicht auf ein altes Problem

Von Nikolas van der Koelen Was macht ein Kunstwerk aus? Aristoteles’ Aperçu aus seiner Metaphysik XII, nóēsis noéseōs nóēsis, oder „Bemerken ist das Bemerken des Bemerkens“, ermöglicht eine überraschend moderne und tiefgründige, ja erfrischende Perspektive auf dieses Problem – obwohl es sich um die zentrale Einsicht eines der meistdiskutierten Werke der europäischen Philosophiegeschichte handelt. Dies […]

Symbole, Gärten und Imagination: Die sich wandelnde Welt von Helene Kristensen

Helene Kristensen, geboren 1971, ist eine dänische Künstlerin, deren kreativer Werdegang von einer reichen Mischung kultureller Einflüsse und vielfältiger Lebenserfahrungen geprägt ist. Schon in jungen Jahren führte ihre Leidenschaft für das Zeichnen und Skizzieren dazu, dass sie Kunstkurse und Workshops sowohl in Dänemark als auch im Nahen Osten besuchte. Kristensens Leben war eine kontinuierliche Suche […]

Das Gewicht des Bleibenden: Die Kunst von Nowgol Mohseni

Nowgol Mohsenis künstlerische Praxis ist im Bruch und nicht in der Kontinuität verwurzelt. Ihr Werk entsteht nicht aus einer abstrakten Reflexion über Identität, sondern aus gelebten Erfahrungen von Ausgrenzung, Vertreibung und Distanz zur Heimat. In Iran geboren und aufgewachsen, entwickelte sie sich als Künstlerin in einem kulturellen und politischen Umfeld, in dem persönliche Ausdrucksformen untrennbar […]

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