Pashmin Art Consortia aus Hamburg und die integrierte Zollfreizone Jiangjin in Chongqing, China, realisieren gemeinsam eine internationale Kunstausstellung
Die Ausstellung vereint Werke von 52 Künstlerinnen und Künstlern aus sieben Ländern, darunter 55 europäische Gemälde und 38 Arbeiten aus Jiangjin. Mit einem Gesamtwert der Exponate von über zwei Millionen Euro verbindet dieses deutsch-chinesische Ausstellungsprojekt den internationalen Kunstaustausch auf neuartige Weise mit der zollbegünstigten Lagerung von Kulturgütern, ihrer öffentlichen Präsentation und dem Kunsthandel.
Am 23. September 2026 wurde die Erste Einladungsausstellung für Malerei im Rahmen der Land-See-Vernetzung 2026 (Jiangjin) im Jiangjin-Museum eröffnet. Die Ausstellung läuft bis zum 30. September 2026 und vereint Werke von 52 internationalen Kunstschaffenden. Sie eröffnet dem Publikum vielfältige kulturelle Perspektiven und unterschiedliche Positionen der zeitgenössischen Malerei.
Die Ausstellung ist aus einer engen deutsch-chinesischen Zusammenarbeit hervorgegangen. Die Hamburger Kunstorganisation Pashmin Art Consortia konzipierte und realisierte das Projekt gemeinsam mit der integrierten Zollfreizone Jiangjin in Chongqing, China, sowie weiteren Kulturpartnern.
Die Kunstwerke wurden aus der integrierten Zollfreizone Jiangjin in das Museum transportiert. Damit wurde in Jiangjin erstmals ein Ausstellungs- und Handelsprojekt für Kunstwerke unter zollamtlicher Überwachung umgesetzt.
Die Museumsausstellung war für sieben Tage geplant und ist für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich. Veranstalter sind die Kommission für Kultur- und Tourismusentwicklung des Bezirks Jiangjin und das Verwaltungskomitee der integrierten Zollfreizone Jiangjin, gemeinsam mit dem Jiangjin-Museum und weiteren beteiligten Kultureinrichtungen. Das Projekt verbindet damit nicht nur die Kunstwelten Europas und Chinas, sondern erschließt auch neue Wege zwischen Kulturvermittlung, internationaler Logistik und Kunsthandel.
Kunst unter zollamtlicher Überwachung: ein neues Modell in Jiangjin
Grundlage dieses Modells ist die Möglichkeit, international eingeführte Kunstwerke zunächst unter zollamtlicher Überwachung zu lagern und sie anschließend aus der Zollfreizone in einen externen Ausstellungsraum zur öffentlichen Präsentation zu bringen. Die Einfuhrabgaben und Steuern müssen dabei nicht bereits vor Ausstellungsbeginn vollständig entrichtet werden; stattdessen kann eine Sicherheit hinterlegt werden. Die weiteren Zollformalitäten hängen davon ab, ob die Werke verkauft oder wieder ausgeführt werden. Nach Angaben der chinesischen Mitveranstalter verringert dieses Verfahren die finanzielle Belastung bei der Einfuhr hochwertiger internationaler Kunstwerke nach China.
Während ihrer Präsentation im Jiangjin-Museum standen die Werke unter der Aufsicht des Zollamts Xiyong im Zuständigkeitsbereich des Zolls von Chongqing. Verkäufe konnten direkt vor Ort abgeschlossen werden; nach Zahlung der jeweils anfallenden Zölle und Steuern konnten erworbene Werke übergeben werden. Nicht verkaufte Arbeiten wurden nach Ausstellungsende in die integrierte Zollfreizone Jiangjin zurückgebracht. So entstand ein geschlossener Ablauf aus zollbegünstigter Lagerung, öffentlicher Ausstellung, Verkauf oder Wiederausfuhr.
Inhaltlich folgt „Art in Bloom“ konsequent dem Gedanken der Verbindung: zwischen Kunstschaffenden und Publikum, lokalen und internationalen Perspektiven sowie gewachsenen Traditionen und neuen künstlerischen Methoden. Durch die Zusammenarbeit von Pashmin Art Consortia in Hamburg mit den Partnern in Jiangjin wird dieser Anspruch auch auf institutioneller Ebene sichtbar. Das Projekt schafft konkrete Begegnungsräume zwischen Europa und China und stärkt die internationale Präsenz zeitgenössischer Malerei in Chongqing.



