Wo der Gedanke zu Kunst wird
Internationale Gruppenausstellung im Kunsthaus Weiz
VERNISSAGE Donnerstag, 24. September 2026, 19:30 Uhr
AUSSTELLUNG 24. September – 7. November 2026
ORT Kunsthaus Weiz, Weiz, Österreich
Was geschieht, bevor ein Kunstwerk sichtbar wird?
Die internationale Gruppenausstellung Cogitatio Artium – Wo der Gedanke zu Kunst wird, die am 24. September 2026 im Kunsthaus Weiz eröffnet wird, widmet sich jenem Moment, in dem Gedanken, Wahrnehmungen, Erinnerungen und Emotionen beginnen, künstlerische Form anzunehmen.
Mit Werken von 13 Künstlerinnen und Künstlern präsentiert die Ausstellung ein breites Spektrum zeitgenössischer Bildsprachen – von Figuration und Porträt über Abstraktion und Symbolismus bis hin zu imaginierten Landschaften. Trotz ihrer unterschiedlichen künstlerischen Ansätze verbindet die ausgestellten Positionen eine zentrale Frage: Wie wird aus einer inneren Erfahrung eine sichtbare und mit anderen teilbare Form?
Der lateinische Titel Cogitatio Artium lässt sich als „Betrachtung der Künste“ oder „Reflexion über die Künste“ verstehen. Im Kontext der Ausstellung geht seine Bedeutung jedoch darüber hinaus. Er verweist auf jenen inneren Raum, aus dem künstlerisches Schaffen entsteht – dort, wo Wahrnehmung, Intuition, Erinnerung, Emotion und Vorstellungskraft beginnen, nach einer Form zu suchen.
Der deutsche Untertitel Wo der Gedanke zu Kunst wird rückt diesen Prozess der Transformation in den Mittelpunkt. Er bezeichnet die Schwelle, an der etwas Immaterielles durch Farbe, Form, Geste und Material sichtbare Präsenz erhält.
In der Ausstellung erscheint menschliche Identität fragmentiert, verhüllt, erinnert oder neu gedacht. Körper werden zu Trägern von Bewegung und Spannung, während Gesichter Räume psychologischer Begegnung eröffnen. Organische Strukturen, Pflanzen, Tiere und hybride Wesen schaffen symbolische Welten zwischen Beobachtung und Imagination. Kosmische und atmosphärische Bildräume erweitern die Wahrnehmung über das unmittelbar Erkennbare hinaus, während in abstrakten Arbeiten Farbe, Linie, Rhythmus und Textur selbst zu Ausdrucksformen des Denkens werden.
Wiederkehrende Themen wie Erinnerung, Transformation, Einsamkeit, Widerstandskraft, Natur, Identität und Bewegung verbinden die unterschiedlichen künstlerischen Positionen. Ein Gedanke kann zu einem Gesicht werden, eine Emotion zu einem Farbfeld, Bewegung zu einer Linie, Erinnerung zu einer Struktur und Beobachtung zu einer neu erfundenen Welt.
Cogitatio Artium versteht Kunst daher nicht allein als fertiges Objekt, sondern als Prozess des Werdens – als Übergang vom Immateriellen zum Materiellen und von der individuellen inneren Erfahrung zur gemeinsamen Wahrnehmung.
Kunst beginnt genau an dieser Schwelle: dort, wo der Gedanke aufhört, unsichtbar zu sein, und Form annimmt.
Kuratorium & Eröffnungsprogramm
Kuratiert wird die Ausstellung von Nour Nouri, Direktor von Pashmin Art Consortia; Georg Gratzer, Ausstellungskurator / Art Manager des Kunsthaus Weiz; Dr. Davood Khazaie, International Curator von Pashmin Art; sowie Johann König, Direktor des Kunsthaus Weiz.
Zur Vernissage begrüßt Georg Gratzer die Gäste. Die Eröffnung erfolgt durch Hermann Mauritsch, Vertreter für Kulturangelegenheiten. Als Gastredner sprechen Nour Nouri und Dr. Davood Khazaie. Für die musikalische Begleitung sorgt Lili Seitinger.
Cogitatio Artium wird von Pashmin Art Consortia, Deutschland, und dem Kunsthaus Weiz, Österreich, organisiert und in Kooperation mit Pashmin Art Consortia realisiert.



